1. Stellt den Spiegel dorthin, wo die Gäste ohnehin sind.
Neben der Bar, am Weg zur Terrasse oder am Rand der Tanzfläche. Nicht in einen Nebenraum, nicht hinter die Säule. Der beste Platz ist der, an dem man zufällig vorbeikommt, ein Foto macht und zwei Minuten später mit drei Freunden wiederkommt.
2. Plant 2 × 3 Meter, ebenen Boden und eine Steckdose.
Der Spiegel selbst ist schlank, aber die Gäste brauchen Platz zum Posieren, und zwei Studioleuchten stehen daneben. Eine eigene 230-V-Steckdose in der Nähe reicht. Draußen nur unter Dach oder Zelt, trocken und ohne direkte Sonne auf dem Display.
3. Lasst die Fotobox beim Sektempfang schon laufen.
Die lockersten Bilder entstehen nicht um Mitternacht, sondern wenn die Gäste ankommen, sich begrüßen und noch nüchtern sind. Wenn der Spiegel beim Empfang steht, nutzen ihn auch die Großeltern. Später kommen die wilden Gruppenfotos von allein.
4. Entscheidet früh: digital, Druck oder beides?
Digital ist ideal, wenn alle Fotos aufs Handy sollen und ihr Papier sparen wollt. Ausdrucke sind unschlagbar fürs Gästebuch und als Mitbringsel. Bei Hochzeiten mit 80 bis 120 Gästen reichen 350 Ausdrucke meist für den ganzen Abend.
5. Legt Gästebuch, Klebestifte und Stifte direkt daneben.
Das Foto wird gedruckt, eingeklebt, und daneben schreibt der Gast zwei Sätze. So entsteht am Abend das Gästebuch von allein. Plant Platz für das Format 10 × 15 cm ein und sagt es den Trauzeugen, die passen darauf auf.
6. Gebt dem Startbildschirm euren Stil, aber haltet ihn ruhig.
Namen, Datum, eure Farben: ja. Fünf Schriftarten und ein Foto als Hintergrund: lieber nicht. Der Startbildschirm soll zum Antippen einladen, das Drucklayout soll die Gesichter zeigen und nicht die Grafik. Wir schicken euch den Entwurf vorab zum Freigeben.
7. Requisiten: lieber wenige gute als ein Berg Plastik.
Hüte, Brillen, zwei, drei Schilder mit Sprüchen. Passend zum Anlass: Neon für die 80er, Spinnweben für Halloween. Zu viele Requisiten liegen nach einer Stunde auf dem Boden. Ein Requisitentisch mit Körben hält Ordnung.
8. Sagt es den Gästen.
Ein Satz vom Moderator, vom DJ oder von den Trauzeugen: „Hinten links steht der Fotospiegel, macht ein Bild fürs Gästebuch.“ Mehr braucht es nicht. Bei Firmenfeiern hilft ein kurzer Hinweis in der Einladung.
9. Klärt vorher, was mit den Fotos passiert.
Privat: Ihr bekommt die passwortgeschützte Galerie, die Gäste ihre eigenen Bilder per QR-Code. Firmen: Besprecht mit uns, wie Mitarbeitende über Aufnahme und Galerie informiert werden, und holt für eine Veröffentlichung auf Social Media eine gesonderte Einwilligung ein.
10. Bucht, sobald das Datum steht.
Samstage von Mai bis September und die Adventswochen sind früh belegt. Kurzfristig klappt es oft trotzdem, fragt also auch zwei Wochen vorher noch an. Innerhalb von 24 Stunden habt ihr eine persönliche Rückmeldung zu eurem Termin.



